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Optikusatrophie, autosomal dominant
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Klinische Symptomatik
Die Autosomal Dominante Optikus Atrophie (ADOA), ist neben der Leberschen hereditären Optikusneuropathie (LHON) die häufigste Form einer erblichen Optikusneuropathie. Ursache der Erkrankung ist die Degeneration von Ganglienzellen in der Retina.
Häufig setzt bereits im Kindesalter ein Visusverlust ein, der unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann, in den meisten Fällen jedoch moderat bleibt. Diagnostisch wegweisend ist die beidseitige Verblassung der Papille mit einem zentralen Verlust der Sehschärfe und Farbsinnesstörungen (Blau-Gelb-Verlust, Tritanopie). Die Familienanamnese ist in der Regel positiv im Sinne eines autosomal dominanten Erbgangs.
Es wurden einzelne Patienten beschrieben, die neben der Optikusatrophie weitere neurologische Symptome, wie eine chronisch progressive externe Ophthalmoplegie, Ataxie, sensomotorische Neuropathie oder Taubheit zeigten. Als Hinweis auf einen ursächlichen mitochondrialen Pathomechanismus wurden bei diesen Patienten wiederholt auch multiple mtDNA Deletionen nachgewiesen.
Genetik
Bei den meisten Patienten finden sich autosomal dominante Mutationen im OPA1-Gen (dynamin-related GTPase). Neumutationen sind beschrieben.
Genetische Differentialdiagnostik:
Neben weiteren in einer Paneldiagnostik erfassbaren autosomal dominanten oder autosomal rezessiven Optikusatrophien stellt die maternal vererbte Lebersche hereditäre Optikusneuropathie (LHON) die wichtigste Differentialdiagnose dar, die über eine gezielte Analyse mtDNA diagnostiziert werden kann. Als Ursache eines autosomal rezessiv vererbten LHON-Phänotyps (arLHON) wurden biallelische Varianten in dem nukleär kodierten Gen DNAJC30 beschrieben.
