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Distale Hereditäre Motoneuropathien (dHMN)
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Klinische Symptomatik
Die Distalen Hereditären Motoneuropathien (dHMN) mit Degeneration des 2. motorischen Neurons werden zu den Neuropathien gezählt. Aufgrund der Lokalisation des Prozesses werden sie auch spinale Form der Charcot-Marie-Tooth-Syndrome genannt. Entsprechend dem ausschließlichen Befall des 2. motorischen Neurons zeigen die Patienten lediglich motorische Ausfälle, die in der Regel distal lokalisiert sind.
Die dHMN Typ 2 beginnt mit Paresen um das 20.-40. Lebensjahr, der Typ 5 manifestiert sich vorwiegend an den oberen Extremitäten.
Mit einer ALS assoziierte Formen sind ebenfalls beschrieben worden. Die durch Mutationen im Gen SETX (Senataxin) verursachte dHMN wird dementsprechend auch als ALS4 oder juvenile ALS bezeichnet.
Die dHMN7B wird durch Mutationen im Gen DCTN1 (Dynactin 1) verursacht, die Symptomatik kann einer ALS1 gleichen. Diese HMN geht häufig mit Stimmbandparesen einher.
Genetik
Die dHMN werden autosomal dominant vererbt. Mutationen in den Genen HSPB8 (12q24), GARS (7p15), DCTN1 (2p13), SETX (9q34), HSPB3 (5q11.2) und BSCL2 (Seipin, 11q13) wurden als Ursache beschrieben. Eine durch SETX verursachte spinocerebelläre Ataxie (SCAR1, Ataxie-Oculomotorische-Apraxie 2, AOA2) wird autosomal rezessiv vererbt, die juvenile ALS4 jedoch autosomal dominant.
