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Spinocerebelläre Ataxie Typ 17 (SCA17)
Klinische Symptomatik
Die spinocerebelläre Ataxie Typ 17 (SCA17) ist die einzige Form der spinocerebellären Ataxien, die vom klinischen Erscheinungsbild der Huntingtonschen Erkrankung ähnelt und in einzelnen Fällen klinisch von dieser nicht unterscheidbar ist. Der Krankheitsbeginn liegt zwischen der 1. und 7. Lebensdekade, im Mittel in der 3. Lebensdekade. Die cerebelläre Symptomatik äußert sich in einer Ataxie von Rumpf und Extremitäten und insbesondere in einer Gangataxie mit bulbären Symptomen (Dysarthrie und Dysphagie) und einem Nystagmus.
Auffällig sind die intellektuelle Verschlechterung mit den Zeichen einer Demenz und das Auftreten psychiatrischer Auffälligkeiten wie Depression, Aggression, Mutismus oder Wahnvorstellungen.
Die extrapyramidale Beteiligung kann sich in einer Dystonie, choreatiformen Bewegungsstörungen und in einem Parkinsonismus zeigen. Ein Anfallsleiden kann im Rahmen der SCA17 auftreten.
Genetik
SCA17 wird durch eine CAG-Triplettverlängerung im Gen TBP (TATA-box-binding-Protein, Chromosom 6q27) verursacht.
| Triplett-Repeats | |
| Normalallel | 25 - 40 |
|
Intermediäres Allel, unvollständige Penetranz |
41 - 48 |
| Pathologisches Allel, vollständige Penetranz | 49 - 66 |
In der Regel ist dabei eine höhere Repeatzahl mit einem frühreren Erkrankunsgbeginn und einem schwereren Verlauf verknüpft. Die Frage einer eventuellen Antizipation (Vorverlagerung des Krankheitsbeginns in nachfolgenden Generationen) kann aufgrund des vorliegenden Datenmaterials noch nicht abschließend beurteilt werden.
